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Tag: Bundesverdienstkreuz

Vollmondnacht - Sternschnuppen


 


Sternschnuppen

Wünsche,

 

 

Gebündelt und gesammelt

am nachtblauen Himmel

ausgeschüttet wie von Zauberhand

aus einer Wundertüte.

 

 

Ein greifbar nahender

 Glitzerregen,

 

 

so nah und doch so unfassbar

wie der Augenblick 

blitzschneller Gedanken,

 

 

gepaart mit dem Wunsch

an das Glück.

 

 

 

Ein Augenblick,

so kurz wie ein Wimpernschlag

 und doch lang genug,

 

 

 

die Einladung des Himmels

zu einem freien Wunsch

als Chance zu ergreifen

und eine Liebeserklärung

 an die Zeit

auf den Weg zu bringen.

 

 

 

Blitzschnell nehmen die Gedanken

Kontakt mit der Sternschnuppe

 im freien Fall auf,

 

 

 

ihrem Weg zum Glück als Flirt,

 

 

 

Gegenwart und Sehnsucht

gleichzeitiger Erfüllung,

Glück sprühend

voller neuer Ideen.


(Ulrike M. Dierkes, 2007)














Rose,
du Naturschönheit



Rose,
du Naturschönheit



 

Königin im grünen
Kleid


 

Ausdruck
zarter Eleganz


 

Dir allein gilt
Elfentanz


 

wenn aus Gräsern
Nebel steigen


 

erste Elfen sich
verneigen 


 

Dich mit Frische
zu benetzen
Diademe aufzusetzen



Perlen, Schimmer


 

leicht wie Tau
im sommerlichen
Morgengrau


 


dreht sich alles
ums Famose
Dasein einer
stolzen Rose.



 

(Ulrike M. Dierkes, 1996)










Ich bin

keine Rose

mit Dornen

 

 


nicht bescheiden

nicht sittsam

nicht rein

 

 

 

Kein

Schleierkraut

 

 

 

das sich

verhüllt

 

 

 

lass mich

dein Mohn

sein

 

 

Sei meine Sonne

die mich wärmt,

die sich

ans Gatter

lehnt

 

 

 

Wind,

Luftzug

&

Windstoss

 

 

 

Blatt für Blatt

entblättert er

 

 

 

mein Blätterwerk

mein Blumenkleid

 

 

 

Bau Mohn an

und ich

werde immer

 

 

 

bei dir sein

und dich

der Zeit

entführ´n

 

 

 

 (Ulrike M. Dierkes, 1986)

 










Dem Sommer entgegen



Auf dem Rasen
zwischen
Himbeerstrauch,
 Holzhaus und
Pavillon



genießen wir
 die Früchte
des Gartens
und der
Jahreszeit


Basilikum
auf
Tomaten


 Der Wind nimmt
einen
Hauch von Duft


Lauch aller Art


wir lassen
geeiste
Himbeeren
auf unseren
Zungen
zergehen


und


leere
Glasschalen
vom
Vanilleeis


stehen


Zauberei
ist,
wenn aus
Himbeerbonbons
Himbeereis
wird



und wir
drei Wünsche
frei haben



sobald sich
Sternschnuppen
wie kleine
Silberblitze


im Halblicht
des Sternenhimmels
fallen lassen


um jedem
einen Wunsch
zu erfüllen



da sitzen wir
wartend,
letzte Sätze redend
einen Augenblick
 und eine
Nacht reicher


 
in der stiller
werdenden

Sommernacht



nur der
Brunnen
plätschert
noch



dann ist es
still



still
kommt
die laue
Sommernacht



die
dunklen
Hecken werfen
Schatten



so wie die
Palmenblätter
in den
Terrakottatöpfen



die einzigen
Wesen, die noch
unterwegs sind


sind
Fledermäuse,
Glühwürmchen und
Sternschnuppen



im Schein
des Mondes.



Dann entfernen
sich auch unsere
Schatten


und erliegen
dem Schlaf
übermannt
von der Zeit



(Ulrike M. Dierkes, 2006)


 











Augenweide der Unendlichkeit


der Gelassenheit und Ruhe,

ohne Rahmen und Zeitvorgaben

entfaltet sie sich, die Natur

Gesetze beachtend, betrachtend

und trotzdem gebietet sie

unserer Liebe keinen Einhalt.

Auf der Wiese des Lebens

und der Liebe ist viel Platz

für unsere Gefühle.

Und sollten wir fallen

fallen wir weich in das Gras.

Gebettet in Liebe.



(Ulrike M. Dierkes, 21.04.2009)










     


Diese originelle "Lampertheimer Tasse" erhielt ich nach meiner Lesung aus meinem Roman "Melina´s Magie" im Rathaus Lampertheim Freitag, 13.03.2009


Hier der Pressebericht.pdf










Diesen lieben und frühlingshaften Blumengruß erhielt ich sehr zu meiner Freude nach meiner Lesung "Schwestermutter. Ich bin ein Inzestkind" Do., 26. Februar 2009, im Rahmen der Ausstellung "Opfer" der Polizeidirektion Oldenburg und Weisser Ring Oldenburg im Alten Landtag Oldenburg


RTL-Bericht über die Lesung




                                          





Immer dabei: mein Schreibtisch-Käfer



 


Nachricht des Jahres 2008:

Bundesverdienstkreuz an Ulrike M. Dierkes





Mit Gefühl - Nicht genug


Es genügt nicht, betroffen zu sein


Es genügt nicht, Mitgefühl zu haben


weder Beileid noch Mitleid taugen


Es genügt nicht,

nach dem Warum zu fragen


Es genügt nicht, nur zu fragen,


welche Farbe das Nichts hat


Das alles ist nichts, nicht genug


keine Genug-Tuung


und keine Wohl-Tat


Man muß sein Mitgefühl auch zeigen,


zum Ausdruck bringen


handeln!


(Ulrike M. Dierkes)


Presse









(K)ein unbeschrieb´nes Blatt


Papier ist geduldig
was ich von mir
nicht sagen kann.


Ich bin
(k)ein unbeschrieb´nes Blatt
lest das, was ihr wollt.


Ich habe viele Seiten


(K)ein leeres Blatt
ist vor mir sicher,
nur vor sich selbst.


Ich nehme
kein Blatt vor meinen Mund
(ent)blättere alles und nichts


und halte mich
dennoch bedeckt


Das Rauschen im Bläterwald
ist für mich wie das Rauschen
des Meeres.


Stille Wasser
sind bekanntlich
tief.


Möge meine Feder
vom Anfang bis zur Vollendung
der Wahrheit dienen


Reden ist Silber,
Schreiben ist hold,


(Ulrike M. Dierkes, 1999)








eines meiner ersten Gedichte





Nickname 22.09.2008, 22.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Masato
Interessanter und unterhaltsamer Blog!
Lassen Sie sich nicht verbiegen!
Grüße!
20.3.2012-12:05
Alexandra.
Ich möchte nicht schleimen. Will Ihnen nicht sagen welche Bücher ich von Ihnen gelesen habe. Oder Sie bemitleiden. - Ich möchte Ihnen lediglich sagen, das ich es gut finde, das Sie existieren, leben & überlebt haben. Die Welt braucht Menschen wie Sie. - Menschen die den Mund auf machen. Lassen Sie ihn sich bitte niemals verbieten.

Liebe Grüße.
13.12.2011-13:23
Maria
Hallo Frau Dierkes!...gerade habe ich Ihr Buch zu Ende gelesen... Ich bewundere Sie sehr, für Ihren Lebensmut, dass Sie nie aufgehört haben zu kämpfen und ein Zeichen setzen! Da ich selber in der Nähe von Münster lebe, kann ich die Beschreibungen, Ignoranz und das Weggucken der Münsterländer, so gut nachvollziehen... Wie wunderbar, dass Sie immer an sich geglaubt haben!!!!!! Auf dass es mehr Menschen gibt, die sich trauen etwas zu sagen, nicht wegsehen,kämpfen und gewinnen.

Sie haben so viel getan und erreicht, ich wünsche Ihnen für alles weitere genauso viel Kraft, Mut und starke Menschen an Ihrer Seite!
Viele Grüße aus dem Münsterland, Maria.
8.11.2011-1:24
Andrea
Liebe Frau Dierkes

Ich kaufte Ihr Buch Schwestermutter vor paar Wochen, habe mir das Buch aber nicht gleich zum lesen hingelegt. Ich schätze, ich wusste warum.

Dieses Buch ist so schonungslos,"grausam" geschrieben, hinsichtlich dessen, was Inzestkinder und deren Mütter selbst heute noch, in unserer Ach so aufgeschlossenen Gesellschaft erdulden müssen... Ich brauchte 3 Anläufe bis ich Ihre Buch zu Ende lesen konnte. Es hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ich bewundere aber auch Ihren Mut, Ihre Kraft und Durchhaltewillen, nicht unterzugehen,sondern für Ihre Rechte zu kämpfen. Ihr Recht zu leben, zu lieben und geliebt zu werden.

Frau Dierkes, ich wünsche Ihnen und Ihrer Stiftung alles erdenklich Gute, Kraft und Durchhaltewillen, all jenen zu helfen, die nicht soviel Lebensmut in sich tragen, wie Sie es in sich hatten und noch immer haben.

Liebe Grüsse aus der Schweiz, Andrea
7.7.2011-13:42
Isabella
Liebe Frau Dierkes!
Ich bin nicht durch Zufall auf ihr Buch gestoßen.
Vor etwa einem Monat erzählte mir meine Mutter, dass ich eine Schwester habe, die auch meine Tante ist. Als erste Reaktion habe ich Bücher zu dem Thema gesucht und bin sofort auf Ihres gestoßen.
Es hat mich wirklich sehr berührt und mir sehr weitergeholfen!
Vielen Dank!
19.10.2010-18:02