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Autorenblog der Autorin...







                                         H e r b s t


Herbstvögel


Herbst


hast mal wieder alles

auf die Waage gelegt



Raben haben letzte

Baumfrüchte geholt



Sind in Horden über die

letzten Rüben hergefallen



während die Singvögel

in Scharen davonflogen



Manche sind

in die Salons eingezogen,



manche in den warmen Süden

geflogen...geflohen



Lyriker versammeln sich

in den Schriftstellerhäusern



um das Gehörte aufzuschreiben

und das Geschriebene auch im



Gespräch zu verarbeiten.

Sie ziehen wie Singvögel



in Scharen wie Raben

 im Dunkeln in die Dichterclubs



in die Kulturvereine

in die Szenestätten



in die Lyrikhäuser

Wie seltene Vögel



zum Gedankenaustausch

eine eigene Sprache



zu pflegen und wieder

auseinander zu flüchten



zu formulieren

und zu interpretieren


(Ulrike M. Dierkes, 1999)





........U  l  r  i  k  e   M.   D  i  e  r  k  e  s...........

Es wird wieder Herbst......


...........Herbstwesen.............
mein liebstes Herbstgedicht
   Für alle Oktoberkinder


Mich hat
der Herbst
geboren


mich
stürmisches
Oktoberkind


mich
schaukelte
verloren

 


eine Waage
auf und ab
im Wind

 


Der Herbst
hat mich
genommen



so wie ich
nunmal bin


bin launisch
und besonnen
und gebe mich
dem Leben
hin


Und meine Augen
blicken herbstlich
mal strahlend klar
und himmelblau



und dann mal wieder
melancholisch
so wie das Leben
grau in grau

 


Das ist der Herbst
das bin ich
nur wer den
Herbst liebt
der liebt mich

 


und wer
den Herbst
gar ernstlich haßt


der hat vom Leben
und von mir
bisher den
schönsten Teil
verpaßt

 


(Ulrike M. Dierkes)

09.10.2012







Schicksal


Dem Schicksal
ist es egal, ob
Sommer oder Winter
ist, 8 oder 28 Grad

Es gestaltet sich
lediglich anders
paßt sich der
Jahreszeit an.

Mal wartet es
unten am Bach,
mal verschlingt dich
der Strom der Zeit.

oder es lauert
darauf, dich als
Hitzeschlag zu
treffen.


Es wartet
in der Kurve
oder auf
grader Strecke


unabhängig davon
ob du arm oder reich,
dumm oder klug
hübsch oder hässlich
bist.


Auf jeden Fall
ist es immer
zu spät,
noch etwas
hinzu zu fügen.




(Ulrike M. Dierkes, 1995)





Rose, du Naturschönheit

Rose,
du Naturschönheit
Königin im grünen Kleid

Ausdruck zarter Eleganz
Dir allein gilt Elfentanz

wenn aus Gräsern Nebel steigen
erste Elfen sich verneigen

Dich mit Frische zu benetzen
Diademe aufzusetzen

Perlen, Schimmer leicht wie Tau
im sommerlichen Morgengrau

dreht sich alles ums Famose
Dasein einer stolzen Rose


(Ulrike M. Dierkes)



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37 °



S o m m e r  i n  d e r  S t a d t


Café Satz

 

Manche Leute lesen

in den Augen, blicken.

Intensivmomente.

Manche Leute sitzen

oder stehen zwischen

Stühlen. Lauschend.

Leise klirren Wimpern-

Schläge zwischen Zweien

blitzen Augenblicksmomente.

Kaffeetassen fassen

Mokka. Milch und mehr.

Kaffeehausfliegen

schlagen ihre Zeit tot.

Langeweile stirbt,

fällt dem Gespräch

zum Opfer.

Erinnerungen bleiben

im Kaffeesatz hängen.

Bis zur nächsten Spülung.

Kaffeesätze wechseln

schlürfend den Besitzer

dieser Tasse.

Schlürfend schleicht

die Zeit von dannen.

Vertrieben.

 

(Ulrike M. Dierkes)


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S o m m e r z e i t




Still

ist der Abend geworden

 

Still
naht

die laue Sommernacht

elegant: tintenblau

 

Still
entnehme ich ihr

meine Feder
eintauchend

 

Satz für Satz.

 

Will
nicht

mit elektrischem
Silbenhagel

 

ihre Stille
zerstören.

 

Will
dir schreiben

was ich denke
was ich fühle
was ich meine

 Will

ihr danken

 

und
dem Froschkonzert

lauschen
das sie mir

 

durch geöffnete
Fensterflügel

 zuträgt

 

und den
Mitternachtskirchglockenschlag

 

akzeptieren.

 

(Ulrike M. Dierkes)

 



N  a t u r  i m  S o m m e r



Ulrike 03.08.2020, 14.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Literatur | Tags: Bestsellerautorin Ulrike M. Dierkes Schwestermutter Bundesverdienstkreuz

Vielen Dank...



Liebe Ulrike,
es ist mal wieder ein dickes Danke fällig :-) Einfach so...


Durch Tipps und Ratschläge von dir als Profi in jeder Hinsicht, durch ? Zuhören und Mutmachen, durch Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens, und einfach durch ein Gefühl des Dazugehörens war es mir möglich, besser mit all dem umgehen zu können und meine Erfahrungen der Vergangenheit, die schlimmen wie die schönen, offen in einem Buch zusammenzufassen.


Dich als Vorbild, habe ich mich einfach mal so getraut, alles aufzuschreiben :-)


Ich denke, so auf diese Weise wirst du schon vielen geholfen haben und auch in Zukunft noch helfen können.


Lass dich lieb drücken :-)


Bis bald wieder
Herzliche Grüße aus Köln
Mary

Ulrike 02.08.2020, 23.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zuschriften

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Gabriele


Liebe Frau Dierkes,

nun habe ich >Schwestermutter< zu Ende gelesen und möchte sagen, dass mich gerade die letzten Seiten sehr bewegt haben. Das ist das persönliche Schicksal, es immer mit sich herum zu tragen - eine Lebensaufgabe, die man annehmen muss. Sie tun es auch stellvertretend und das finde ich sehr großartig. Ich fühle mich dadurch verbunden.-danke.

(G.F., 24.05.2020)



24.5.2020-18:36
Alexandra.
Ich möchte nicht schleimen. Will Ihnen nicht sagen welche Bücher ich von Ihnen gelesen habe. Oder Sie bemitleiden. - Ich möchte Ihnen lediglich sagen, das ich es gut finde, das Sie existieren, leben & überlebt haben. Die Welt braucht Menschen wie Sie. - Menschen die den Mund auf machen. Lassen Sie ihn sich bitte niemals verbieten.

Liebe Grüße.
13.12.2011-13:23
Maria
Hallo Frau Dierkes!...gerade habe ich Ihr Buch zu Ende gelesen... Ich bewundere Sie sehr, für Ihren Lebensmut, dass Sie nie aufgehört haben zu kämpfen und ein Zeichen setzen! Da ich selber in der Nähe von Münster lebe, kann ich die Beschreibungen, Ignoranz und das Weggucken der Münsterländer, so gut nachvollziehen... Wie wunderbar, dass Sie immer an sich geglaubt haben!!!!!! Auf dass es mehr Menschen gibt, die sich trauen etwas zu sagen, nicht wegsehen,kämpfen und gewinnen.

Sie haben so viel getan und erreicht, ich wünsche Ihnen für alles weitere genauso viel Kraft, Mut und starke Menschen an Ihrer Seite!
Viele Grüße aus dem Münsterland, Maria.
8.11.2011-1:24
Andrea
Liebe Frau Dierkes

Ich kaufte Ihr Buch Schwestermutter vor paar Wochen, habe mir das Buch aber nicht gleich zum lesen hingelegt. Ich schätze, ich wusste warum.

Dieses Buch ist so schonungslos,"grausam" geschrieben, hinsichtlich dessen, was Inzestkinder und deren Mütter selbst heute noch, in unserer Ach so aufgeschlossenen Gesellschaft erdulden müssen... Ich brauchte 3 Anläufe bis ich Ihre Buch zu Ende lesen konnte. Es hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ich bewundere aber auch Ihren Mut, Ihre Kraft und Durchhaltewillen, nicht unterzugehen,sondern für Ihre Rechte zu kämpfen. Ihr Recht zu leben, zu lieben und geliebt zu werden.

Frau Dierkes, ich wünsche Ihnen und Ihrer Stiftung alles erdenklich Gute, Kraft und Durchhaltewillen, all jenen zu helfen, die nicht soviel Lebensmut in sich tragen, wie Sie es in sich hatten und noch immer haben.

Liebe Grüsse aus der Schweiz, Andrea
7.7.2011-13:42
Isabella
Liebe Frau Dierkes!
Ich bin nicht durch Zufall auf ihr Buch gestoßen.
Vor etwa einem Monat erzählte mir meine Mutter, dass ich eine Schwester habe, die auch meine Tante ist. Als erste Reaktion habe ich Bücher zu dem Thema gesucht und bin sofort auf Ihres gestoßen.
Es hat mich wirklich sehr berührt und mir sehr weitergeholfen!
Vielen Dank!
19.10.2010-18:02
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3