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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ulrike M. Dierkes

Fallentinstag

Valentinstag


Was wär' ich

ohne Dich??

Na logo: ich!


mit (m)einem

Herz Für Dich.


Entgegen aller Regeln

Heute Großgeschrieben.




Noch nie war unklarer,

was gilt oder gültig ist.




Wäre ich Familien-oder

Gesundheitsministerin,

würde ich auf Reformen

verzichten und empfähle

zur Qualitätssicherung der

Verhältnisse ein Herz aus

Glas, als Frühwarnsystem,

Transparenz der Gefühle,

Grad-und Gratmesser für

Abgestumpfte, Egoisten,

Seelenmörder und gleich

Gültige, damit denen nicht

entgeht und sie erkennen,

wann Gras über sie selbst zu

wachsen droht.




Ein Herz, das liebt, kann

bekanntlich gut loslassen

und verzichten, und zwar

auf manche Zeitgenossen!

Auch ohne Blumen und

Pralinen.




So grüßt und grünt, aus

allen Ecken die Industrie

der Blumenhändler und

Floristen.




Ich mache mit, so gut mein

Geldbeutel kann und zeige

Freude über die Dinge, die

da kommen, Rosen, Tulpen,

Nelken, bis diese welken....

Mein eigenes Herz schlägt,

hängt mir manchmal aus

dem Hals und droht, aus

meiner Fassung zu springen.




So laufe ich, in der Gefahr,

es an Menschen zu verlieren,

die es nicht wirklich verdient

hätten, oder drohe mir selber

auf der Zunge zu zergehen.

Mehr kann man nicht leisten

sagte ein Schokoladenfabrikant.

Das ist im Zeitalter von Hartz 4

For oder four You schon wieder

sehr viel.




(Ulrike M. Dierkes, 2007)

 

Nickname 08.02.2011, 22.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Echt toll!

Hey,

ich bin erst 16 Jahre alt, habe jedoch das Buch "Schwestermutter" schon gelesen und es hat mich sehr fasziniert. Irgendwie schon echt krass, dass es solche Verbrechen auf der Welt gibt! Aber auf jedenfall Klasse, dass es solche Vereine gibt, die Opfern, sowie auch Tätern (was ja doch recht selten ist!!) ein offenes Ohr bietet und Ratschläge gibt! Echt toll, was Ihr macht. Riesen Respekt an Euch alle!! Macht weiter so!

Resa

Nickname 18.07.2009, 11.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Autogramm 2009








Sehr geehrte Frau Dierkes,
 
 
 
ich wuerde mich sehr freuen, wenn ich von Ihnen ein Autogramm bekommen koennte. Ich danke Ihnen dafuer ganz herzlichst und wuensche Ihnen alles Liebe und Gute.


Vielen lieben Dank
 
Mit freundlichem Gruss
 
W.S. aus München

Nickname 03.01.2009, 15.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vollmondnacht - Sternschnuppen


 


Sternschnuppen

Wünsche,

 

 

Gebündelt und gesammelt

am nachtblauen Himmel

ausgeschüttet wie von Zauberhand

aus einer Wundertüte.

 

 

Ein greifbar nahender

 Glitzerregen,

 

 

so nah und doch so unfassbar

wie der Augenblick 

blitzschneller Gedanken,

 

 

gepaart mit dem Wunsch

an das Glück.

 

 

 

Ein Augenblick,

so kurz wie ein Wimpernschlag

 und doch lang genug,

 

 

 

die Einladung des Himmels

zu einem freien Wunsch

als Chance zu ergreifen

und eine Liebeserklärung

 an die Zeit

auf den Weg zu bringen.

 

 

 

Blitzschnell nehmen die Gedanken

Kontakt mit der Sternschnuppe

 im freien Fall auf,

 

 

 

ihrem Weg zum Glück als Flirt,

 

 

 

Gegenwart und Sehnsucht

gleichzeitiger Erfüllung,

Glück sprühend

voller neuer Ideen.


(Ulrike M. Dierkes, 2007)














Rose,
du Naturschönheit



Rose,
du Naturschönheit



 

Königin im grünen
Kleid


 

Ausdruck
zarter Eleganz


 

Dir allein gilt
Elfentanz


 

wenn aus Gräsern
Nebel steigen


 

erste Elfen sich
verneigen 


 

Dich mit Frische
zu benetzen
Diademe aufzusetzen



Perlen, Schimmer


 

leicht wie Tau
im sommerlichen
Morgengrau


 


dreht sich alles
ums Famose
Dasein einer
stolzen Rose.



 

(Ulrike M. Dierkes, 1996)










Ich bin

keine Rose

mit Dornen

 

 


nicht bescheiden

nicht sittsam

nicht rein

 

 

 

Kein

Schleierkraut

 

 

 

das sich

verhüllt

 

 

 

lass mich

dein Mohn

sein

 

 

Sei meine Sonne

die mich wärmt,

die sich

ans Gatter

lehnt

 

 

 

Wind,

Luftzug

&

Windstoss

 

 

 

Blatt für Blatt

entblättert er

 

 

 

mein Blätterwerk

mein Blumenkleid

 

 

 

Bau Mohn an

und ich

werde immer

 

 

 

bei dir sein

und dich

der Zeit

entführ´n

 

 

 

 (Ulrike M. Dierkes, 1986)

 










Dem Sommer entgegen



Auf dem Rasen
zwischen
Himbeerstrauch,
 Holzhaus und
Pavillon



genießen wir
 die Früchte
des Gartens
und der
Jahreszeit


Basilikum
auf
Tomaten


 Der Wind nimmt
einen
Hauch von Duft


Lauch aller Art


wir lassen
geeiste
Himbeeren
auf unseren
Zungen
zergehen


und


leere
Glasschalen
vom
Vanilleeis


stehen


Zauberei
ist,
wenn aus
Himbeerbonbons
Himbeereis
wird



und wir
drei Wünsche
frei haben



sobald sich
Sternschnuppen
wie kleine
Silberblitze


im Halblicht
des Sternenhimmels
fallen lassen


um jedem
einen Wunsch
zu erfüllen



da sitzen wir
wartend,
letzte Sätze redend
einen Augenblick
 und eine
Nacht reicher


 
in der stiller
werdenden

Sommernacht



nur der
Brunnen
plätschert
noch



dann ist es
still



still
kommt
die laue
Sommernacht



die
dunklen
Hecken werfen
Schatten



so wie die
Palmenblätter
in den
Terrakottatöpfen



die einzigen
Wesen, die noch
unterwegs sind


sind
Fledermäuse,
Glühwürmchen und
Sternschnuppen



im Schein
des Mondes.



Dann entfernen
sich auch unsere
Schatten


und erliegen
dem Schlaf
übermannt
von der Zeit



(Ulrike M. Dierkes, 2006)


 











Augenweide der Unendlichkeit


der Gelassenheit und Ruhe,

ohne Rahmen und Zeitvorgaben

entfaltet sie sich, die Natur

Gesetze beachtend, betrachtend

und trotzdem gebietet sie

unserer Liebe keinen Einhalt.

Auf der Wiese des Lebens

und der Liebe ist viel Platz

für unsere Gefühle.

Und sollten wir fallen

fallen wir weich in das Gras.

Gebettet in Liebe.



(Ulrike M. Dierkes, 21.04.2009)










     


Diese originelle "Lampertheimer Tasse" erhielt ich nach meiner Lesung aus meinem Roman "Melina´s Magie" im Rathaus Lampertheim Freitag, 13.03.2009


Hier der Pressebericht.pdf










Diesen lieben und frühlingshaften Blumengruß erhielt ich sehr zu meiner Freude nach meiner Lesung "Schwestermutter. Ich bin ein Inzestkind" Do., 26. Februar 2009, im Rahmen der Ausstellung "Opfer" der Polizeidirektion Oldenburg und Weisser Ring Oldenburg im Alten Landtag Oldenburg


RTL-Bericht über die Lesung




                                          





Immer dabei: mein Schreibtisch-Käfer



 


Nachricht des Jahres 2008:

Bundesverdienstkreuz an Ulrike M. Dierkes





Mit Gefühl - Nicht genug


Es genügt nicht, betroffen zu sein


Es genügt nicht, Mitgefühl zu haben


weder Beileid noch Mitleid taugen


Es genügt nicht,

nach dem Warum zu fragen


Es genügt nicht, nur zu fragen,


welche Farbe das Nichts hat


Das alles ist nichts, nicht genug


keine Genug-Tuung


und keine Wohl-Tat


Man muß sein Mitgefühl auch zeigen,


zum Ausdruck bringen


handeln!


(Ulrike M. Dierkes)


Presse









(K)ein unbeschrieb´nes Blatt


Papier ist geduldig
was ich von mir
nicht sagen kann.


Ich bin
(k)ein unbeschrieb´nes Blatt
lest das, was ihr wollt.


Ich habe viele Seiten


(K)ein leeres Blatt
ist vor mir sicher,
nur vor sich selbst.


Ich nehme
kein Blatt vor meinen Mund
(ent)blättere alles und nichts


und halte mich
dennoch bedeckt


Das Rauschen im Bläterwald
ist für mich wie das Rauschen
des Meeres.


Stille Wasser
sind bekanntlich
tief.


Möge meine Feder
vom Anfang bis zur Vollendung
der Wahrheit dienen


Reden ist Silber,
Schreiben ist hold,


(Ulrike M. Dierkes, 1999)








eines meiner ersten Gedichte





Nickname 22.09.2008, 22.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Soeben erschienen







Nickname 11.08.2008, 18.28 | PL

Bundesverdienstkreuz an Ulrike M. Dierkes






Sozialministerin Dr. Monika Stolz, Mdl hielt die Laudatio, verlas eine Lyrik von Ulrike M. Dierkes und übergab Verleihungsurkunde und Bundesverdienstkreuz an die Autorin Ulrike M. Dierkes




















Aktuelles 2008




Festrede für Ulrike M. Dierkes/ MELINA e.V.

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

am 21. Januar 2008 in Stuttgart




Sehr geehrte Damen und Herren,


liebe Ulrike,



ich habe die Ehre,





einige Worte an Sie zu richten. Dazu habe ich eine kleine Rede vorbereitet, mit der ich gleich beginnen möchte:



Wir leben in einer merkwürdigen Zeit. Finde ich. Ich möchte das begründen: In meiner 9jährigen Zeit im IBM Science Center in Heidelberg durfte ich mit Physikern zusammenarbeiten. Sie lehrten mich, die Welt einmal anders, nämlich als „Alien” zu betrachten. Von „oben”, aus dem Weltall. Und die Frage war immer: Was siehst du jetzt?



Dieser neue Ansatz für meine Wahrnehmung eröffnete mir neuartige Sichten. Andere Weltsichten. Weitere Horizonte. Damals wusste ich noch nicht, dass ich diese dort erworbene Fähigkeit in den späteren Jahren der Menschenrechtsarbeit gut gebrauchen konnte. Ja, nahezu dringend benötigten würde!




Wovon spreche ich?




Ich meine die Sicht auf die Welt und den Menschen. Unsere Weltsicht, unsere Menschensicht, unser Menschenbild.




Dass mit unserer Welt, dem blauen Planeten keineswegs alles in Ordnung ist, zeigt der Grad der Umweltverschmutzung, die tägliche Zahl verhungernder Kinder und Erwachsener, das tägliche Aussterben von ganzen Arten, die Überfischung der Ozeane, ja sogar der zunehmende Müll im Weltraum und all die entsetzlichen Kriege an so vielen Stellen auf der Erdoberfläche.




Dass mit uns Menschen und unserem Menschenbild keineswegs alles in Ordnung ist, zeigen die erwähnten Beispiele ebenfalls. Aber da ist noch mehr. Ich stelle mir – wie es Einstein, Schrödinger, Heinz von Förster u.v.a. taten – vor, ich würde als Alien unentdeckt die Erde umkreisen. Weit oben im Orbit kreise ich um den blauen Planeten und nähere mich vorsichtig. Bald kann ich Lebewesen entdecken… Was sehe, was beobachte ich?




Ulrike M. Dierkes


Ich sehe, dass es eine Art gibt, die sich systematisch selbst zerstört. Ihren Lebensraum und sich selbst. Sie töten, foltern, misshandeln, betrügen und belügen sich. Auf allen Ebenen! Länder bekriegen sich gegenseitig; Männer bekriegen Frauen – im Krieg und im Frieden töten und misshandeln sie Frauen, sogar innerhalb einer Familiengemeinschaft; Erwachsene bekriegen Kinder – im Krieg und im Frieden töten und misshandeln sie Babys, Kleinkinder und Heranwachsende, sogar innerhalb der Familie. Also ihre eigenen Nachkömmlinge!




Traurig hole ich mein intergalaktisches Computerboard heraus und notiere:




„Es gibt einen wunderschönen blauen Planeten im Sonnensystem x, aber leider gibt es dort eine Art, die vorwiegend damit beschäftigt ist, sich selbst und andere Lebewesen zu zerstören. Physisch, psychisch, geistig. Diese Art ist überbevölkert und gleichzeitig auf dem niedrigsten Entwicklungsstand aller Lebewesen dieses Planeten, denn ein nicht geringer Teil misshandelt sogar die eigenen Nachkommen – anstatt sie zu hüten, zu pflegen und zu beschützen. Ich gebe dem Planeten keine Chance.”



Wenige Sternzeiteinheiten, nachdem ich die Nachricht an meinen Heimatplaneten gesendet habe, erhalte ich folgende Nachricht:




„Bitte überprüfen, ob es innerhalb dieser Art auch konstruktive Kräfte gibt. Individuen, die sich gegen die destruktiven Kräfte auflehnen, sie womöglich erfolgreich bekämpfen.”



Ich seufze und beobachte weiter. Tatsächlich entdecke ich nach längerer Suche Individuen, die sich anders verhalten. Interessanterweise sind es oftmals Frauen. Wesen, die wenig Zugang zu den Ressourcen des Planeten haben und meist alleine sind. Sind das die einsamen Kämpferinnen, von denen mir ein alter Kollege einstmals berichtete? Aufgeregt beobachte ich weiter…




Erneut eine Nachricht von meinem Heimatplaneten: „Konnten bereits konstruktive Kräfte beobachtet werden?




Ich sende zurück: „Ja! Aber es sind nicht viele, und die haben es schwer. Man legt ihnen Steine in den Weg. Von allen Seiten. Manche haben Probleme, sich Nahrung und Unterkunft zu sichern. Doch sie kämpfen unerbittlich. Einige haben sich zusammengeschlossen. Aber sie brauchen mehr Macht. Wieder und wieder stellen sich ihnen die Destruktiven und die Untätigen in den Weg. Die haben die Macht. Es scheint ein aussichtsloser Kampf zu sein.




Eine Sternzeiteinheit später die Antwort: „Bitte beobachten, ob die Kämpferinnen auch Zuspruch, eventuell Anerkennung und Hilfe erhalten. Wenn nicht: bitte diesen Planeten sich selbst überlassen und zurückkehren.




Ulrike M. Dierkes


Ich komme der Bitte nach, beobachte weiter und befinde mich plötzlich im Sozialministerium einer Stadt…




Liebe Zuhörenden, ich verlasse nun meinen intergalaktischen Kurs und komme auf eine konkrete Kämpferin zu sprechen. Es ist eine Kämpferin, die sich gewiss oftmals als „Alien” fühlte und fühlt. Eine Frau, deren - vom eigenen Vater geschwängerte Schwester - gleichzeitig ihre Mutter ist, deren Großvater daher gleichzeitig ihr Vater ist, deren Großmutter sie - als angebliche Mutter - schlecht behandelte, deren soziales Nahfeld sich rätselhaft, feindselig und feige benahm. Was für ein Ausgangspunkt für ein Leben! Monströs. Kaum aushaltbar. Lügen, Verschleierungen, Gewalt. Wie soll ein in solchen Verhältnissen aufgewachsenes, kleines Wesen all dies verkraften? Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber ich weiß: Ulrike hat es ausgehalten. Irgendwie. Und sie hat die best mögliche, die konstruktivste Lösung für sich selbst und alle anderen ähnlich Betroffenen gefunden: Sie brach das Sprech-Tabu! Genau das ist der erste und zugleich wichtigste Schritt.




Meine Damen und Herren, Sprech-Tabus zu brechen, erfordert ungeheuren Mut und eine schier unglaubliche innere Stärke. Mich erinnert dieser überlebenswichtige Schritt für unsere gesamte Gesellschaft immer an mein Lieblingsmärchen: „Des Kaisers neue Kleider” – wo am Ende ein Kind laut in die untertänige und ge-brainwash-te Menge ruft, die dem offensichtlich nackten Kaiser einen ausgezeichneten Modegeschmack bezeugt: „Aber er hat ja gar nichts an!




Genau darum geht es bei der Menschenrechtsarbeit: die Wahrheit laut und unverblümt ausrufen. Und speziell beim Kampf um die Menschenrechte für Inzestgeschädigte muss man noch eins draufsetzen. Denn die so viel beschworene, die so hoch gehaltene und vom Grundgesetz geschützte, traditionelle Hetero-Familie ist eben nicht der sicherste und geschützte Hort für Kinder. Mindestens 75 Prozent der Delikte, wo es um sexualisierte Gewalt geht, finden im sozialen Nahraum statt. Offizialdelikte, wie es in unserem Strafrecht heißt. Also Verbrechen!




Andersherum formuliert: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baby, ein Kleinkind, ein Kind, ein/e Jugendliche/r Opfer von Gewalt – physischer, psychischer, sexualisierter Gewalt – wird, ist genau da am größten, wo es eigentlich den größtmöglichen Schutz haben sollte.




Ulrike M. Dierkes


All das ist durch unzählige Studien weltweit längst bewiesen. Doch die Gesellschaft verhält sich immer noch wie die berühmten drei Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Schlimmer noch: aktuell gibt es konkrete Bemühungen um die Abschaffung des Inzestparagrafen. Immer wieder sind es diese destruktiven Kräfte, eine spezielle Lobby mit ganz bestimmten Absichten und Motiven, die dafür sorgen wollen, dass die Opfer schweigen – oder gar keine Möglichkeit mehr haben, ihre Rechte einzufordern.




Auch hier ist wieder die Kämpferin gefragt, die das verhindert, damit aktuelle und zukünftige Inzestgeschädigte nicht endgültig um ihre Menschenrechte und deren Einforderungsmöglichkeit gebracht werden.




Da liegt noch viel Arbeit vor Dir, liebe Ulrike. Eine Arbeit, bei der man immer wieder von vorn beginnen, an allen Fronten kämpfen muss. Das zehrt. Ich weiß.




Auch diese mehr oder weniger versteckten Drohungen müssen ausgehalten werden. Irgendwie. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, dürfen Menschen wie Du nicht mit Managergehältern rechnen; noch nicht einmal mit einem gesicherten Einkommen. Die Lebensrealität heißt über weite Strecken hinweg: Existenzangst.




Das ist, um es deutlich zu sagen, ein Skandal.




Unsere Gesellschaft hat einen solch verstellten Blick für Werte und für wertvolle Arbeit. Aber… … jetzt endlich befinden wir uns hier, und Du bekommst zumindest eine Anerkennung. Eine solche Anerkennung auf offizieller Ebene ist wichtig. Dies hatte ich bereits in meinem ‚intergalaktischen’ Exkurs angesprochen. Ich zitiere absichtlich nochmals die wesentliche Passage:




„Bitte beobachten, ob die Kämpferinnen auch Zuspruch, eventuell Anerkennung und Hilfe erhalten. Wenn nicht: bitte diesen Planeten sich selbst überlassen und zurückkehren.”



Wird jetzt klar, was ich meinte?




Kämpferinnen, die Vitales für uns alle leisten, brauchen dringend selbst Vitales, positive Lebensbedingungen. Mein Zauberwort heißt immer RESPEKT. Ich weiß, wovon ich rede:




Als ich 2005 mit den „1000 Friedensfrauen” für den Friedensnobelpreis nominiert wurde, gehörtest Du, liebe Ulrike, zu den ersten und herzlichsten Gratulantinnen. Von einer Persönlichkeit wie Dir hatte ich nichts anderes erwartet. Du kennst meine Arbeit. Du gönnst mir so etwas von ganzem Herzen. Das weiß ich. Du sagtest: „Endlich! Endlich erhältst Du, Monika, offizielle Anerkennung.” Dabei hättest Du ebenso gut zu den Nominierten gehören können. Das ist so. Aber Menschen wie Du kennen keinen Neid. Sie sind froh und glücklich, wenn „eine von uns” tatsächlich einmal Respekt bezeugt bekommt und nicht – wie wir es eher gewohnt sind – harsche Kritik, Ablehnung oder gar Drohungen. Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen Deines Charakters.




Ulrike M. Dierkes


Heute bin ich in der glücklichen Lage, Dir sagen zu dürfen: Endlich! Endlich erhältst Du, Ulrike, offizielle Anerkennung. Ich bin so froh darüber. Wenn Du wüsstest wie!




Ich hoffe, dass Dir dieses Kreuz nicht mehr „Kreuz” bringen wird, sondern Freude und auch bessere Sicherheit, Schutz vor Angriffen aus unterschiedlichsten Kreisen. Dass Du „wer bist”, weiß ich schon lange. Nun ist es jedoch offiziell. Das ist sehr wichtig.




Liebe Ulrike, ich würde Dir gerne ein großes Geschenk überreichen. Am liebsten einen richtig großzügigen Scheck. Doch Du weißt, dass mein Verein, die Lobby für Menschenrechte e.V., ebenfalls zu den ganz „armen Sängerinnen” gehört.




Nimm also unsere Anwesenheit und meine Rede. Beides kommt von Herzen.




Ich darf Dir – auch im Namen des gesamten Lobby-Vorstands – die besten Glückwünsche überbringen. Wir alle sagen danke. Danke für die gute Zusammenarbeit unserer Vereine in all den Jahren. Danke für Deine professionelle Unterstützung und Solidarität.




Wir wünschen Dir für Deine persönliche Zukunft und für die von MELINA e.V. Erfolg, Kraft, Mut, bessere Finanzen und noch viel mehr Anerkennung und Unterstützung.




Heute ist jedoch ein Tag zum Feiern. Lass Dich feiern, liebe Ulrike!


© Monika Gerstendörfer, Dipl. Psych.


Lobby für Menschenrechte e.V
PF 1030, 72541 Metzingen
Gemeinnütziger und mildtätiger Verein (Amtsgericht Bad Urach Nr. 654)
V.i.S.d.P. Lobby für Menschenrechte e.V.


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Ulrike M. Dierkes bedankte sich bei den Anwesenden, ihrer Familie, ihrem Mann und den Kindern, sowie den Gästen und GratulantInnen, die sie in den letzten zehn Jahren seit Gründung ihres Vereines begleitet und unterstützt haben.





Gratulanten und Gäste aus den Bereichen Justiz, Kirche, Medien, Politik und Soziales


Selbstverständlich war auch die Familie der Autorin anwesend. Mit Rücksicht auf Personenschutz werden aber an dieser Stelle nur die offiziellen Fotos gezeigt.



von li n. re: R. Müller (Beirat f. Tele- und Kommunikationstechnik), C. Kley (Finanzen), S. Steimle (2. Vors.), Ulrike M. Dierkes (1. Vors.), Thomas Eschle (Beirat, Rechtsanwalt), G. Schier


Auch der Vereinsvorstand des M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V. gratulierte, feierte mit und freute sich riesig.





Riesenfreude über diesen wunderschönen Orchideenstock von Claudia und Sieglinde


Die Feier wurde im privaten Rahmen in einem it.Restaurant kulinarisch fortgesetzt.


Stimmen zum Bundesverdienstkreuz:


Hallo Ulrike,
schön, Dich gefunden zu haben. Wir kennen uns noch aus Deiner Bendorfer Zeit... Damals war ich Kollegin von Dir beim "Wochenspiegel". Erinnerst Du Dich noch an die Galerie "Hinter Lenchens Haus", an Wolfgang und an unsere Kaffeenachmittage in der Küche in der Engerser Landstraße?
Dein Buch "Schwestermutter" hat mich berührt und mich ganz intensiv an unsere zahlreichen Gespräche über Deine Kindheit und Jugend erinnert.
Glückwunsch dazu, dass Du diesen Weg gewählt hast, Glückwunsch zu Deinem Verein, der Inzestkindern hilft. Und: Ganz dicken Glückwunsch zum Bundesverdienstkreuz. Wenn einer das verdient hat, dann Du. Wäre toll, wenn Du mich mal bei mir melden würdest. Ich denke, nach über 20 Jahren haben wir uns einiges zu erzählen...

Elke



Nickname 22.01.2008, 14.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bundesverdienstkreuz an Ulrike M. Dierkes


STN, 23.01.2008




VS – Fachgruppe Literatur

Ulrike M. Dierkes mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet



21. Januar 2008: Die Arbeits- und Sozialministerin Baden-Württembergs händigte Ulrike Suppes, die auch unter dem Künstlernamen Ulrike M. Dierkes bekannt ist, das von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Bundesverdienstkreuz aus.



„Insbesondere für ihr Engagement als Gründerin und 1. Vorsitzende des 1996 gegründeten Vereins „M.E.L.I.N.A – Inzestkinder / Menschen aus VerGEWALTigung e.V.“ wird Ulrike Suppes geehrt“, sagte die Ministerin. „M.E.L.I.N.A“ ist der erste und wohl nach wie vor einzige Verein in Deutschland, der als Ansprechpartner für Inzestkinder auftritt und Hilfe aus der Isolation anbietet. Der Verein leistet unter anderem durch die Organisation von Begegnungswochenenden, Bereitstellung von Informationsmaterial und kompetenten Hilfen in wertvollster Weise Unterstützung für die einzelnen Betroffenen. Mit ihrem Engagement habe Ulrike Suppes die Grundlage dafür geschaffen, dass Inzestkinder in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Der mutige Schritt in die Öffentlichkeit führe zu einem wahrnehmbaren Bewusstseinswandel, um „einer Ausgrenzung der Inzestkinder sowohl in deren Kindheit als auch später als Erwachsene entgegenzuwirken.“



Die Auszeichnung sei ein sichtbares Zeichen des Dankes für beispielhaftes, weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement. „Dadurch werden Leitbilder gesetzt, an denen sich andere orientieren können. Ihr Wirken verdient in hohem Maße Dank und Anerkennung. Ulrikes Suppes ist ein Vorbild“, würdigte die Ministerin.




Bundesverdienstkreuz_Ulrike_M_Dierkes_2008.jpg Ulrike_lacht.jpg



Ulrike M. Dierkes mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet



Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz:

„Ordensverleihung lenkt Blick auf besondere Leistungen“



21.01.2008 „Nichts ist wichtiger für eine demokratische Gesellschaft als das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger für die gemeinsamen Belange. Die Verleihung eines Ordens gibt uns Gelegenheit, Menschen zu würdigen, die sich in besonderem Maße für die Gemeinschaft eingesetzt haben “, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Montag (21.1.) in Stuttgart. Die Ministerin hob den hohen Stellenwert hervor, den die Landesregierung dem ehrenamtlichen Engagement beimisst. Sie händigte Ulrike M. Dierkes das von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Bundesverdienstkreuz aus.




„Insbesondere für ihr Engagement als Gründerin und 1. Vorsitzende des 1996 gegründeten Vereins „M.E.L.I.N.A – Inzestkinder / Menschen aus VerGEWALTigung e.V.“ wird Ulrike M. Dierkes geehrt“, sagte die Ministerin. „M.E.L.I.N.A“ ist der erste und wohl nach wie vor einzige Verein in Deutschland, der als Ansprechpartner für Inzestkinder auftritt und Hilfe aus der Isolation anbietet. Der Verein leistet unter anderem durch die Organisation von Begegnungswochenenden, Bereitstellung von Informationsmaterial und kompetenten Hilfen in wertvollster Weise Unterstützung für die einzelnen Betroffenen. „Trotz der sicherlich auch für Ulrike M. Dierkes psychisch wie physisch belastenden Gespräche ermutigte sie Rat- und Hilfesuchende und vermittelte konkrete Hilfemöglichkeiten“, führte Stolz aus. Mit ihrem Engagement habe sie die Grundlage dafür geschaffen, dass Inzestkinder in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Der mutige Schritt in die Öffentlichkeit führe zu einem wahrnehmbaren Bewusstseinswandel, um „einer Ausgrenzung der Inzestkinder sowohl in deren Kindheit als auch später als Erwachsene entgegenzuwirken.“



Die Ministerin weiter: „Der Staat weiß um die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Es ist ihm wichtig, Menschen, die sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger in vorbildlicher Weise eingesetzt haben, seinen Dank und Anerkennung zu zeigen.“ Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit solle durch die Ordensverleihung auf ganz besondere Leistungen gelenkt werden. Die Auszeichnung sei ein sichtbares Zeichen des Dankes für beispielhaftes, weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement. „Dadurch werden Leitbilder gesetzt, an denen sich andere orientieren können. Ihr Wirken verdient in hohem Maße Dank und Anerkennung. Ulrikes M. Dierkes ist ein Vorbild“, würdigte die Ministerin.


Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales

Nickname 22.01.2008, 09.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Soeben_eingetroffen



soeben habe ich Ihr Buch "Schwestermutter" zu Ende gelesen. Es hat mich sehr betroffen gemacht, nachdenklich, aber auch Mut gemacht. Mut, dass man aus den Teufelskreis raus kommen kann. Ihnen wünsche ich viel Kraft und Energie für Ihre weiteren Vorhaben.

S.S., Berlin




Nickname 15.01.2007, 18.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Masato
Interessanter und unterhaltsamer Blog!
Lassen Sie sich nicht verbiegen!
Grüße!
20.3.2012-12:05
Alexandra.
Ich möchte nicht schleimen. Will Ihnen nicht sagen welche Bücher ich von Ihnen gelesen habe. Oder Sie bemitleiden. - Ich möchte Ihnen lediglich sagen, das ich es gut finde, das Sie existieren, leben & überlebt haben. Die Welt braucht Menschen wie Sie. - Menschen die den Mund auf machen. Lassen Sie ihn sich bitte niemals verbieten.

Liebe Grüße.
13.12.2011-13:23
Maria
Hallo Frau Dierkes!...gerade habe ich Ihr Buch zu Ende gelesen... Ich bewundere Sie sehr, für Ihren Lebensmut, dass Sie nie aufgehört haben zu kämpfen und ein Zeichen setzen! Da ich selber in der Nähe von Münster lebe, kann ich die Beschreibungen, Ignoranz und das Weggucken der Münsterländer, so gut nachvollziehen... Wie wunderbar, dass Sie immer an sich geglaubt haben!!!!!! Auf dass es mehr Menschen gibt, die sich trauen etwas zu sagen, nicht wegsehen,kämpfen und gewinnen.

Sie haben so viel getan und erreicht, ich wünsche Ihnen für alles weitere genauso viel Kraft, Mut und starke Menschen an Ihrer Seite!
Viele Grüße aus dem Münsterland, Maria.
8.11.2011-1:24
Andrea
Liebe Frau Dierkes

Ich kaufte Ihr Buch Schwestermutter vor paar Wochen, habe mir das Buch aber nicht gleich zum lesen hingelegt. Ich schätze, ich wusste warum.

Dieses Buch ist so schonungslos,"grausam" geschrieben, hinsichtlich dessen, was Inzestkinder und deren Mütter selbst heute noch, in unserer Ach so aufgeschlossenen Gesellschaft erdulden müssen... Ich brauchte 3 Anläufe bis ich Ihre Buch zu Ende lesen konnte. Es hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ich bewundere aber auch Ihren Mut, Ihre Kraft und Durchhaltewillen, nicht unterzugehen,sondern für Ihre Rechte zu kämpfen. Ihr Recht zu leben, zu lieben und geliebt zu werden.

Frau Dierkes, ich wünsche Ihnen und Ihrer Stiftung alles erdenklich Gute, Kraft und Durchhaltewillen, all jenen zu helfen, die nicht soviel Lebensmut in sich tragen, wie Sie es in sich hatten und noch immer haben.

Liebe Grüsse aus der Schweiz, Andrea
7.7.2011-13:42
Isabella
Liebe Frau Dierkes!
Ich bin nicht durch Zufall auf ihr Buch gestoßen.
Vor etwa einem Monat erzählte mir meine Mutter, dass ich eine Schwester habe, die auch meine Tante ist. Als erste Reaktion habe ich Bücher zu dem Thema gesucht und bin sofort auf Ihres gestoßen.
Es hat mich wirklich sehr berührt und mir sehr weitergeholfen!
Vielen Dank!
19.10.2010-18:02