Ulrike M. Dierkes

Oktober 2011

Oktober ist wie Erntedank!







Wieder endet ein Lebensjahr und ein neues beginnt.
Der Goldene Oktober schüttet sein Füllhorn aus und
verwöhnt mich in vielfältiger Art mit den Gaben
und Früchten der Jahreszeit...Erntedank.







 
 

Herbstwesen


Mich hat
der Herbst
geboren


mich
stürmisches
Oktoberkind


mich
schaukelte
verloren

 


eine Waage
auf und ab
im Wind

 


Der Herbst
hat mich
genommen



so wie ich
nunmal bin


bin launisch
und besonnen
und gebe mich
dem Leben
hin


Und meine Augen
blicken herbstlich
mal strahlend klar
und himmelblau



und dann mal wieder
melancholisch
so wie das Leben
grau in grau

 


Das ist der Herbst
das bin ich
nur wer den
Herbst liebt
der liebt mich

 


und wer
den Herbst
gar ernstlich haßt


der hat vom Leben
und von mir
bisher den
schönsten Teil
verpaßt

 


(Ulrike M. Dierkes)










Herbstvögel



Herbst



hast mal wieder alles

auf die Waage gelegt



Raben haben letzte

Baumfrüchte geholt



Sind in Horden über die

letzten Rüben hergefallen



während die Singvögel

in Scharen davonflogen



Manche sind

in die Salons eingezogen,



manche in den warmen Süden

geflogen...geflohen



Lyriker versammeln sich

in den Schriftstellerhäusern



um das Gehörte aufzuschreiben

und das Geschriebene auch im



Gespräch zu verarbeiten.

Sie ziehen wie Singvögel



in Scharen wie Raben

 im Dunkeln in die Dichterclubs



in die Kulturvereine

in die Szenestätten



in die Lyrikhäuser

Wie seltene Vögel



zum Gedankenaustausch

eine eigene Sprache



zu pflegen und wieder

auseinander zu flüchten



zu formulieren

und zu interpretieren


(Ulrike M. Dierkes, 1999)

25.02.2012, 23.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Geburtstag, Oktober, Waage, ,

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Gabriele


Liebe Frau Dierkes,

nun habe ich >Schwestermutter< zu Ende gelesen und möchte sagen, dass mich gerade die letzten Seiten sehr bewegt haben. Das ist das persönliche Schicksal, es immer mit sich herum zu tragen - eine Lebensaufgabe, die man annehmen muss. Sie tun es auch stellvertretend und das finde ich sehr großartig. Ich fühle mich dadurch verbunden.-danke.

(G.F., 24.05.2020)



24.5.2020-18:36
Alexandra.
Ich möchte nicht schleimen. Will Ihnen nicht sagen welche Bücher ich von Ihnen gelesen habe. Oder Sie bemitleiden. - Ich möchte Ihnen lediglich sagen, das ich es gut finde, das Sie existieren, leben & überlebt haben. Die Welt braucht Menschen wie Sie. - Menschen die den Mund auf machen. Lassen Sie ihn sich bitte niemals verbieten.

Liebe Grüße.
13.12.2011-13:23
Maria
Hallo Frau Dierkes!...gerade habe ich Ihr Buch zu Ende gelesen... Ich bewundere Sie sehr, für Ihren Lebensmut, dass Sie nie aufgehört haben zu kämpfen und ein Zeichen setzen! Da ich selber in der Nähe von Münster lebe, kann ich die Beschreibungen, Ignoranz und das Weggucken der Münsterländer, so gut nachvollziehen... Wie wunderbar, dass Sie immer an sich geglaubt haben!!!!!! Auf dass es mehr Menschen gibt, die sich trauen etwas zu sagen, nicht wegsehen,kämpfen und gewinnen.

Sie haben so viel getan und erreicht, ich wünsche Ihnen für alles weitere genauso viel Kraft, Mut und starke Menschen an Ihrer Seite!
Viele Grüße aus dem Münsterland, Maria.
8.11.2011-1:24
Andrea
Liebe Frau Dierkes

Ich kaufte Ihr Buch Schwestermutter vor paar Wochen, habe mir das Buch aber nicht gleich zum lesen hingelegt. Ich schätze, ich wusste warum.

Dieses Buch ist so schonungslos,"grausam" geschrieben, hinsichtlich dessen, was Inzestkinder und deren Mütter selbst heute noch, in unserer Ach so aufgeschlossenen Gesellschaft erdulden müssen... Ich brauchte 3 Anläufe bis ich Ihre Buch zu Ende lesen konnte. Es hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ich bewundere aber auch Ihren Mut, Ihre Kraft und Durchhaltewillen, nicht unterzugehen,sondern für Ihre Rechte zu kämpfen. Ihr Recht zu leben, zu lieben und geliebt zu werden.

Frau Dierkes, ich wünsche Ihnen und Ihrer Stiftung alles erdenklich Gute, Kraft und Durchhaltewillen, all jenen zu helfen, die nicht soviel Lebensmut in sich tragen, wie Sie es in sich hatten und noch immer haben.

Liebe Grüsse aus der Schweiz, Andrea
7.7.2011-13:42
Isabella
Liebe Frau Dierkes!
Ich bin nicht durch Zufall auf ihr Buch gestoßen.
Vor etwa einem Monat erzählte mir meine Mutter, dass ich eine Schwester habe, die auch meine Tante ist. Als erste Reaktion habe ich Bücher zu dem Thema gesucht und bin sofort auf Ihres gestoßen.
Es hat mich wirklich sehr berührt und mir sehr weitergeholfen!
Vielen Dank!
19.10.2010-18:02